Für wen ist die Direktversicherung sinvoll?
Die Direktversicherung als Form der betrieblichen Altersvorsorge bietet sich unter folgenden Voraussetzungen an:
- Falls ein Trägerunternehmen (=Arbeitgeber) keine Gewinne erzielt (sonst ist der Durchführungsweg Pensionszusage für Arbeitgeber und Arbeitnehmer besser) ist die Direktversicherung für Arbeitnehmer unter einem Beitrittsalter von 28 Jahren bei der Altersrentenzusage der einzig empfehlenswerte Durchführungsweg. Für Arbeitnehmer ab einem Beitrittsalter von 28 Jahren ist die pauschaldotierte Unterstützungskasse (auch Rückdeckung mit Investmentfonds möglich) vorteilhafter.
- Falls Risiken Berufsunfähigkeit (BU) und Tod abgesichert werden sollen ist dies über eine Direktversicherung auch für ältere AN möglich. Auf § 16 Rentenanpassungsgesetz (BU und Rentenwahlrecht?) achten. Nur Versicherungsgesellschaften die auch im Falle der BU die BU-Rente dynamisch erhöhen, sind empfehlenswert.
- Nur ungezillmerte (keine Provisionszahlung) Tarife (Fondsvariante angebracht) auf Honorarbasis wählen, was für den Arbeitnehmer viel vorteilhafter ist (ein Arbeitnehmer verbleibt durchschnittlich 5 Jahre bei einem Arbeitgeber). Bei ungezillmerten Tarifen ist der Rückkaufswert (RKW) über 95 % der eingezahlten Beiträge. Bei gezillmerten Tarifen beträgt RKW je nach Laufzeit des Vertrages ca. 20 % bis 70 % der Beiträge.
Vor- und Nachteile der Direktversicherung
| Vorteile | Nachteile |
| private Weiterführung möglich | Einschränkung der Leistungshöhe |
| §10a Förderung möglich | keine Förderung nach §3 Nr.63 EStG |
| keine PSV-Beiträge | flexible Gestaltung |
| Beleihungsmöglichkeiten |