Eurobond-Debatte von CDU-Politiker angefeuert
Auch in der CDU werden nun die Fordernungen nach den Eurobonds vor dem Treffen zwischen Sarkozy und Merkel immer lauter. Inzwischen wurden alle Argumente für Eurobonds von den Europaparlamentarier zu Papier gebracht. Das elfseitige Dokument umfasst mehere Pro-Argumente.
In der CDU werden die Forderungen nach gemeinsamen europäischen Anleihen immer lauter. Darum soll es inoffiziell auch im heutigem Gipfeltreffen der deutschen Kanzlerin und dem französischem Staatschef gehen. Strikte Ablehnung für diese Strategie gibt es jedoch bei dem Koalitionspartner FDP.
Die Meinungen zu diesem Thema gehen unter den einzelnen Politikern sehr weit auseinander. So befürwortet der Bundestagsabgeordnete Johann Wadephul die Diskussion über die Eurobonds. Immerhin seinen sie kein Teufelszeug.
Auch das Mitglied des CDU-Bundesvorstandes Armin Laschet äußert sich positiv für eine offen geführte Diskussion. Man könne den heutigen globalen Märkten auch nur mit globalen Lösungen begegnen. Diese Grundregel gelte im besonderem Maße für Europa, da hier ein besonders starker Bund herrsche. Wirklich wichtig sei ein solides Gesamtkonzept, dem im Zweifelsfall auch Eurobonds angehören könnten.
Nicht länger haltbar ist laut dem Europaabgeordneten der CDU Burkhard Balz die konsequente Ablehnung zu den Eurobonds. Daher sei es wichtig sich darüber im Klaren zu werden, unter welchen Bedingungen man in Deutschland den Eurobonds zustimmen würde. Auch die DGB übt langsam Druck auf die Bundesregierung aus. Durch ihren Sitzstreit würde Merkel das Bestehen der gesamten Währungsunion und ebenfalls die Einigkeit Europas aufs Spiel setzen.
Steffen Kampeter hingegen ist strikt gegen die Eurobond-Debatte. Für ihn würden durch die gemeinsamen Anleihen sowieso keines der Haushaltsproblemen der Krisenstaaten gelöst werden. Nur die stabilen Staaten würden dadurch geschwächt werden.
Ebenfalls die FDP bleibt bei ihrem kategorischem Nein zu den Eurobonds. Ihrer Ansicht nach würde man Europa mit dieser Lösung keineswegs einen Gefallen tun. Bestraft würden nur die Länder, die solide gewirtschaftet hätten. Schlechtes wirtschaften, würde durch die Gleichsetzung der Zinsen hingegen belohnt. Weiterhin sieht die Partei keinen Grund von dieser Position zu weichen.