PKV-Beiträge steigen 2011 deutlich an

Tarifcheck24 - Vergleichen Sie aus hunderten von Versicherungsanbietern kostenlos per Mausklick!Die Beiträge für private Krankenversicherungen steigen 2011 drastisch. Das geht aus einem auf handelsblatt.com veröffentlichten Bericht hervor, der auf einer von dem Analysehaus Morgen & Morgen durchgeführten Untersuchung basiert. Darin heißt es, betroffen seien vor allem Männer, denn auf sie kämen bis zu 13 Prozent höhere Beiträge zu. Im Durchschnitt liege der Beitragsanstieg gegenüber 2010 bei 4,9 Prozent. Als Gründe für die Beitragssteigerungen werden insbesondere steigende Behandlungs- und Medikamentenkosten genannt. Auch in Zukunft sei mit weiter steigenden Beiträgen zu rechnen, denn die Öffnung der Privaten Krankenversicherung für Bezieher niedrigerer Einkommen habe noch nicht zu einer Entlastung der Versicherer geführt. Die Absenkung der Versicherungspflichtgrenze auf ein Brutto-Jahreseinkommen von 49.500 Euro im Jahr 2011 erleichtert insbesondere jüngeren Menschen den Wechsel in die Private Krankenversicherung. Würde diese Möglichkeit in größerem Stil genutzt, wäre dies für die Versicherer vor allem wegen der niedrigeren durchschnittlichen Krankheitskosten dieser Zielgruppe attraktiv.

Bei den Beitragssteigerungen bestehen gravierende Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Stiegen die PKV-Beiträge in den vergangenen zehn Jahren insgesamt durchschnittlich um fünf Prozent jährlich, so lagen die Steigerungen bei Männern mit einem Durchschnitt von 5,67 Prozent p. a. deutlich höher als bei Frauen, wo sie im Schnitt nur 4,29 Prozent p. a. betrugen. Dabei gibt es jedoch erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Versicherungsgesellschaften. Für die Versicherten stellt sich damit die Frage, ob sich ein Wechsel zu einem anderen Anbieter lohnt. Generelle Aussagen hierzu sind jedoch kaum möglich; vielmehr muss diese Frage für jeden Einzelfall individuell geprüft und beantwortet werden. Bei einem Wechsel sollten Sie immer auch bedenken, dass Ihnen dabei ein Teil der von Ihrem bisherigen Versicherer gebildeten Alterungsrückstellungen verloren geht. Dennoch kann ein Wechsel für Versicherte bis zum Alter von rund vierzig Jahren sinnvoll sein, wenn sich dadurch die Beitragsbelastung spürbar reduzieren lässt.

Wer als PKV-Kunde seine Beiträge nicht mehr aufbringen kann, kann darauf bestehen, bei seinem Versicherer in einen preisgünstigeren Tarif zu wechseln, was natürlich mit entsprechenden Leistungseinbußen einhergeht. Die beste Lösung ist es in jedem Fall, wenn Sie bereits vor Vertragsabschluss nicht nur die aktuellen Tarife und Leistungskataloge verschiedener Versicherer vergleichen, sondern auch recherchieren, welcher Anbieter sich in der Vergangenheit durch eine hohe Stabilität seiner Beiträge ausgezeichnet hat. Zwar gibt es keine Garantie, dass das auch in Zukunft so bleiben wird, doch ein Indiz für eine stabilitätsorientierte Geschäftspolitik ist es allemal. Bis zum Alter von 55 Jahren ist zudem auch ein Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung möglich, allerdings nur dann, wenn durch Arbeitslosigkeit von mindestens einem Jahr oder einen Wechsel in einen schlechter bezahlten Job die Versicherungspflicht wieder auflebt.