Autofahrer sollten unbedingt überprüfen, ob sich ein Wechsel der Autoversicherung für sie lohnen würde. Dies ist das Ergebnis einer Studie, welche die Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin im Auftrag der Versicherung Direct Line durchgeführt hat. Dabei wurden deutschlandweit die aktuellen Tarife für 10 unterschiedliche Musterkunden verglichen. Durchschnittlich lagen die Preisunterschiede zwischen der günstigsten und der teuersten Autoversicherung bei 1357 Euro.
Die Studie im Detail
Prof. Dr. Thomas Köhne ist Fachleiter Versicherung bei der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin und Autor der durchgeführten Studie. Das Ziel der Studie war es, die Preisunterschiede der einzelnen Versicherungen möglichst flächendeckend zu überprüfen. Als Basis dienten dabei 37150 verschiedene Tarifkalkulationen sowie zehn Musterkunden aus 20 unterschiedlichen Regionen. Damit ist die Studie, die umfangreichste die bisher in Deutschland durchgeführt wurde. Um ein möglichst objektives Ergebnis zu erreichen, wurden die Tarife mit dem unabhängigen Analyse-Tool NAFI durchgeführt. Die Tariflandschaft ist im Bereich der Autoversicherungen in Deutschland äußerst vielschichtig. Es existiert eine sehr große Anzahl an verschiedenen Tarifen. Da jede Kfz Versicherung die Kalkulation aufgrund unterschiedlicher Kundenmerkmale gestaltet, ist ein Versicherungsvergleich für Verbraucher nur sehr schwierig möglich. Aus diesem Grund hat sich Direct Line entschlossen, die Ergebnisse der Studie für Verbraucher offenzulegen.
Die Ergebnisse der Studie
Für Autofahrer ergeben sich Einsparpotentiale sowohl in Städten wie auch in ländlichen Gebieten. Dabei lagen die Tarife bei den untersuchten Musterkunden in den Städten durchschnittlich immer etwas höher. Den größten Preisunterschied gab es mit bis zu 1.672 Euro in Berlin. Aufgrund des stark unterschiedlichen Leistungsumfangs der einzelnen Tarife wurde der Vergleich für zwei verschiedene Gruppen durchgeführt. Dabei wurden einmal Tarife mit einer geringeren Deckung und zum anderen mit sehr hohem Deckungsumfang untersucht. Bei Tarifen mit einer geringeren Deckung betrug der geringste Preisunterschied 362 Euro. Durchschnittlich wurde eine Preisdifferenz von 679 Euro ermittelt. Bei den höheren Tarifen lagen die Preisunterschiede zwischen 675 Euro und 2599 Euro. Hier lagen die Preise im Durchschnitt 1198 Euro auseinander.
Fazit
Die Preisunterschiede bei den einzelnen Versicherungen sind derzeit so groß wie selten zuvor. Dies resultiert zum einen aus Unterschieden bei den Leistungen und zum anderen aus den verschiedenen Risikobewertungen der einzelnen Versicherungen. Es wird deshalb allen Autofahrern empfohlen mittels eines unabhängigen Versicherungsvergleichs zu überprüfen, inwieweit sich ein Wechsel für sie lohnen würde. Ein Versicherungswechsel ist für die meisten Versicherungsnehmer noch bis zum 30. November möglich. Bei einer Prämienerhöhung besteht zudem ein vierwöchiges Sonderkündigungsrecht.
Die Studie können sich Interessierte hier downloaden
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