Baustellenüberwachung: Lohnen sich Baustellenkameras?

Ungesicherte Baustellen sind ein leichtes Ziel für Diebe, so entstehen auf Baustellen durch Vandalismus und Diebstahl jährliche Schäden in Millionenhöhe. Baustoffe, Baumaschinen und Fahrzeuge stellen wertvolle Güter dar, die es zu schützen gilt. Baustellenkameras zur Baustellenüberwachung sorgen für Sicherheit und schützen Ihr Projekt Tag und Nacht vor unbefugtem Zutritt.

Neben dem Sicherheitsaspekt eignen sich Baustellenkameras auch zur Dokumentation des Baufortschritts. Die entstehenden Live-Streams und Zeitraffer-Filme Ihrer Baustelle können dann zusätzlich zu Marketingzwecken genutzt werden. Sie fragen sich, wie das funktioniert, wie viel das kostet und für wen sich eine Überwachung der Baustelle lohnt? In diesem Ratgeber geben wir Antworten auf diese Fragen und zeigen, was es in Sachen Baustellenkameras zu beachten gilt.

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Was ist Baustellenüberwachung?

Baustellenüberwachung beschreibt die Kontrolle in Außen- und Innenbereichen einer Baustelle, mit dem Zweck Unbefugte davor abzuschrecken, sich unerlaubten Zutritt zu verschaffen. Bei Vandalismus oder Einbrüchen hilft die Überwachung dabei, Täter zu identifizieren und letztendlich festzunehmen. Dabei wird grundsätzlich zwischen zwei Arten der Baustellenüberwachung unterschieden.

Zum einen lässt sich eine Überwachung von Baustellen durch fest installierte oder mobile Kamerasysteme realisieren. In Verbindung mit Einbruchmeldeanlagen lösen die Kameras sofort einen Alarm aus, sobald sie unerlaubte Bewegungen registrieren. Die Baustellenkameras können zusätzlich zur Live-Überwachung oder Zeitraffer-Erstellung genutzt werden, um so den Baufortschritt zu dokumentieren. Bekannte Unternehmen aus der Baubranche setzen auf diese Lösungen, um Diebstähle von Maschinen und Werkzeugen zu verhindern sowie Baumängel und Verzögerungen nachzuvollziehen.

Außerdem gibt es auch Sicherheitsdienste, die durch regelmäßige Kontrollgänge vor Ort nach dem Rechten sehen. Bei Großprojekten oder Baustellen mit wertvollen Gütern ist oft eine Kombination aus Kameras mit Aufschaltung auf einen Sicherheitsdienst gefragt. Im Fall eines Alarms fordern die Mitarbeiter in der Meldezentrale Diebe und Vandalen über Lautsprecher dazu auf, die Baustelle zu verlassen. Darüber hinaus rufen sie die Polizei und verständigen lokale Wachdienste.

Gründe für eine Baustellenüberwachung

Diebstähle und Vandalismus auf deutschen Baustellen gehören leider zur Tagesordnung, so zählt die Kriminalstatistik 2018 landesweit etwa 24.000 Diebstahldelikte. Nicht jedes Delikt fällt sofort auf und da viele kleinere Diebstähle erst gar nicht zur Anzeige kommen, kann von einer deutlich höheren Dunkelziffer ausgegangen werden. Einzeltäter und vor allen Dingen organisierte Banden erbeuten auf Baustellen Werkzeuge, Baumaterialien und Baumaschinen. Selbst Baustellenfahrzeuge sind vor den Einbrechern nicht sicher und so kam es 2018 in mehr als 300 Fällen zu Fahrzeugdiebstählen.

Die so entstehenden finanziellen Schäden für Bauherren und Objekteigentümer liegen in Millionenhöhe, dabei handelt es sich allerdings nur um den Wert des gestohlenen Diebesguts. Die gesamte Schadenssumme ist demnach wesentlich höher, denn durch Vandalismus und Diebstähle entstehen in fast allen Fällen weitere Schäden und Folgekosten. Dazu kommt eine geringe polizeiliche Aufklärungsquote von etwa 10 %. Diese verdeutlicht nochmals, dass Einbruchsdelikte im Vorhinein gestoppt werden müssen.

Um Vandalen und Dieben überhaupt erst keine Chance zu geben, ist es deshalb sinnvoll eine Baustellenüberwachung in Betracht zu ziehen. Baustellenkameras und mobile Baustellenüberwachung schrecken ab und helfen dabei, mögliche Täter schnell zu fassen oder die Vergehen zu ahnden. Neben dem Sicherheitsbeitrag ermöglichen Baustellenkameras auch eine Dokumentation des Baufortschritts. Mit diesen speziellen Kamerasystemen lassen sich DSGVO-konforme Live-Streams und Zeitraffer-Videos erstellen, die dann wiederum zu Marketingzwecken oder Haftungsklärung genutzt werden können.

Vorteile einer Überwachung durch Baustellenkameras

  • Absicherung gegen Vandalismus, Diebstahl und Sabotage
  • Überwachung der Baustelle bei Tag und Nacht
  • Bereitstellen von Beweismitteln bei der Ahndung von Verbrechen
  • Vermeiden von Störungen im Zeitablauf durch Sachbeschädigung oder Diebstähle
  • Schutz von gefährlichen Baustellen vor Unfällen durch unbefugtes Betreten
  • Dokumentation des Baufortschritts
  • Erstellen von Live-Streams und Zeitraffer-Videos zu Marketingzwecken

Welche Arten von Baustellenkameras gibt es?

Zu Beginn ist zu klären, welche Anforderungen an das Kamerasystem gestellt werden. Geht es zum Beispiel nur darum Zeitraffer-Videos zu erstellen, dann sollte auf andere Lösungen als bei einer Komplettüberwachung zurückgegriffen werden. Prinzipiell gibt es drei Arten von Baustellenkameras.

1. Zeitraffer-Kamera für Baustelle

Diese Art der Kameras dient lediglich zur Dokumentation des Baufortschritts. Abhängig von der Dauer der gesamten Aufzeichnung, also Bauphase und Baudauer, werden in bestimmten Intervallen Fotos geschossen. Dabei gilt grundsätzlich, je länger die Baudauer, desto größer das Intervall. Bei einem Jahr Aufzeichnung macht die Kamera zum Beispiel etwa alle 10 Minuten ein Bild. Solche Zeitraffer-Kameras haben einen geringen Stromverbrauch. Deshalb sind sie nicht zwingend auf eine Stromversorgung angewiesen, sondern lassen sich auch mit Solarpanelen und Akkus betreiben.

2. Baustellenkameras für Live-Überwachung und Zeitraffer

Geht es neben Zeitraffer-Videos auch um eine Live-Überwachung der Baustelle per Smartphone oder Desktop-App, dann wird eine internetfähige Videokamera benötigt. Eine separate Internetanbindung ist dabei nicht notwendig, moderne Kameras können in den meisten Fällen über Daten-SIM-Karten mit dem Internet verbunden werden. Beim Filmen von Personen muss allerdings der Datenschutz gewahrt werden. Diese Kamerasysteme kommen deshalb mit spezieller Software, um Gesichter zu verpixeln. Die entstehenden DSGVO-konformen Zeitraffer-Videos und Live-Streams lassen sich fürs Marketing nutzen und in Ihre Webseiten einbinden. Im Vergleich zu reinen Zeitraffer-Kameras brauchen Videokameras dagegen eine externe Stromversorgung.

3. Video-Türme mit Aufschaltung auf einen Sicherheitsdienst

Mit diesen umfangreichen Systemen zur Komplettüberwachung lassen sich Baustellen rund um die Uhr überwachen. Fest installiert oder als mobile Kamera-Türme kommen diese Systeme in der Regel mit einer Notstromversorgung, Lautsprechern um aus der Ferne intervenieren zu können, LED-Strahlern und mindestens einer Kamera mit Nachtsichtfunktion. Schwenkbare Kameras ermöglichen eine 360 Grad Rundumüberwachung. Mit Aufschaltung auf einen Sicherheitsdienst werden die aufgezeichneten Inhalte von erfahrenen Mitarbeitern in einer Meldezentrale verarbeitet. Im Alarmfall versuchen sie, die Eindringlinge zunächst über die Lautsprecher zu vertreiben. Ist das nicht erfolgreich, dann wird die Polizei oder ein lokaler Wachdienst alarmiert.

Features einer professionellen Baustellenkamera

Baustellenkamera Live-Überwachung

Live-Überwachung in HD

Überwachen Sie rund um die Uhr (24/7) Ihre Baustelle per Smartphone-App. Gestochen scharfes Video-Bild mit Nachtsicht, Personenerkennung (KI) und Personenverfolgung (PTZ).

Baustellenkamera Zeitraffer Timelaps

Zeitraffer-Videos (Timelapse)

Unsere Kameras schießen alle 15 Minuten ein Foto. Aus diesen werden Ihre Zeitraffer-Videos erstellt, die Sie in Ihre Webseiten einbinden und für Ihr Marketing verwenden können.

Datenschutzkonform (DSGVO)

Durch die zuverlässige Unkenntlichmachung (Verpixelung) von Gesichtern erhalten Sie DSGVO-konforme Zeitraffer-Videos, mit denen Sie rechtlich auf der sicheren Seite sind.

Montage von Baustellenkameras

Die Positionierung des Kamerasystems ist abhängig vom Typ der Kamera und wird im Rahmen der Projektierung bestimmt. Hierbei findet eine Planung anhand von Bauplänen, Lageplänen und Satellitenfotos statt. Die Planung berücksichtigt dabei auch, ob Stromversorgung und Internetanschluss am Installationsort vorhanden sind. Mit spezieller Software wird dann die optimale Position und der Kamerawinkel berechnet. Für Foto- und Videokameras zur Zeitraffer-Erstellung oder Live-Baustellenüberwachung eignen sich folgende Montagepunkte:

  • Kran
  • Mast
  • Containerwand
  • Nachbargebäude
  • Dächer

Bei komplett einsatzbereiten Video-Türmen erfolgt die Planung auf dieselbe Art und Weise, allerdings unterscheiden sich die Aufstellorte. Je nach Größe und Zugänglichkeit des Baustellengeländes werden mehrere Kamera-Türme möglichst zentral aufgestellt, um so alle schützenswerten Bereiche richtig abzudecken. Nach Installation erfolgt ein Testbetrieb. So wird deutlich, welche Stellen noch nicht komplett ausgeleuchtet sind und wo noch Verbesserungsbedarf besteht.

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Sicherheitsdienst für die Baustelle

Bei Großprojekten, Baustellen mit wertvollen Materialien oder besonders schützenswerten Anlagen ist häufig eine Kombination aus Kameraüberwachung mit Aufschaltung auf einen Sicherheitsdienst gefragt. Für den optimalen Schutz sorgen qualifizierte Mitarbeiter, die in zertifizierten Notruf- und Serviceleitstellen eingehende Meldungen überwachen.

Security
Mitarbeiter in Notruf- und Serviceleitstelle

Im Alarmfall veranlassen die Sicherheits-Fachkräfte sofort eine Intervention gemäß dem vereinbarten Maßnahmenplan. So fordern sie in erster Linie Einbrecher über Lautsprecher dazu auf, die Baustelle zu verlassen. Meistens reicht das aus, um die Eindringlinge zu vertreiben. Funktioniert das nicht, alarmieren die Mitarbeiter in der Meldezentrale zusätzlich die Polizei oder schicken einen lokalen Wachdienst vorbei. Unregelmäßige Kontrollgänge durch solche Wachdienste tragen ergänzend zur Sicherheit bei, indem sie potenzielle Einbrecher abschrecken.

Kosten einer Baustellenüberwachung: Preise für Baustellenkameras

Wie auch bei einem Einbruchmeldesystem hängen die Kosten einer Baustellenüberwachung neben der Größe und Art der Baustelle auch vom gewählten Überwachungskonzept ab. Beim Überwachungskonzept stehen verschiedene Arten von Baustellenkameras zur Verfügung, die sich preislich voneinander unterscheiden. Grundsätzlich stellt sich dabei die Frage, ob das Kameraequipment gekauft oder nur gemietet wird. Im Vorfeld sollte dabei auch geklärt werden, ob die Anbindung an einen Sicherheitsdienst gewünscht ist.

Videokameras zur Live-Überwachung und für Zeitraffer-Videos gibt es bereits ab etwa 1.500 Euro bis 3.000 Euro zu kaufen. Die nicht ganz so umfangreichen Fotokameras, die nur Bilder schießen für die Zeitraffer-Erstellung, sind etwas günstiger. Professionell ausgestattete Video-Türme als mobile Baustellenüberwachung beginnen bei etwa 10.000 Euro. Mit Aufschaltung auf einen Sicherheitsdienst kommen weitere Kosten hinzu, die maßgeblich von gebuchten Zusatzleistungen, Zeitaufwand und Mitarbeiteranzahl abhängen.

In drei Schritten zum
passenden Angebot

Bei Securando erhalten Sie maßgeschneiderte Angebote für Ihre Baustellenkameras. Unser Konfigurator ermittelt auf Grundlage Ihrer Eingaben ein Komplettpreisangebot für Ihre Baustelle, auf Wunsch auch inklusive der Montage durch einen lokalen Fachbetrieb. Gerne beraten wir Sie detailliert zu einer optimalen Konfiguration und passenden Paketen.

Konfigurator ausfüllen

Nutzen Sie unseren Konfigurator für Ihr individuelles Angebot und geben Sie die Details zu Ihrer Baustelle ein.

Persönliche Beratung

Ein zertifizierter Sicherheitsexperte berät Sie telefonisch und auf Wunsch auch bei Ihnen vor Ort zur optimalen Absicherung Ihrer Baustelle.

Individuelles Angebot

Sie erhalten von uns für das gewünschte Kamerasystem ein individuelles Angebot, auf Wunsch auch inklusive fachgerechter Installation durch einen lokalen Partnerbetrieb.

Zusammenfassung: Baustellenüberwachung durch Baustellenkameras

Einbrüche und Vandalismus auf Baustellen verursachen jährliche Schäden in Millionenhöhe mit nach sich ziehenden Folgekosten und Bauverzögerungen. Eine professionelle Baustellenüberwachung mit Baustellenkameras reduziert das Risiko für einen Einbruch und trägt somit maßgeblich zur Sicherheit der Baustelle bei. Doch Baustellenkameras können weit mehr, als nur Ihre Baustelle abzusichern. Das produzierte Foto- und Videomaterial in Form von Zeitraffer-Filmen oder Live-Streams lässt sich auch zur Dokumentation des Baufortschritts, Haftungsklärung oder zum Marketing nutzen. Professionelle Baustellenkameras lohnen sich deshalb aus vielen Gründen und bekannte Unternehmen der Baubranche setzen bereits auf diese Lösungen.

FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Baustellenkameras

Brauche ich eine Stromversorgung zum Betrieb der Baustellenkamera?


Für eine Live-Baustellenüberwachung ist eine Stromversorgung notwendig. Macht die Kamera nur Fotos zur Erstellung von Zeitraffer-Videos, dann geht es auch ohne externe Stromversorgung. Die Fotokamera wird dann mit einem Solarpanel und Akku ausgestattet.

Brauche ich eine separate Internetanbindung für die Baustellenkamera?


Nein, professionelle Kameras in der Regel mit LTE-Routern und Daten-SIM-Karten mit dem Internet verbunden werden.

Wie wird beim Filmen der Baustelle der Datenschutz gewahrt?


Beim Filmen von Personen muss der Datenschutz beachtet werden. Neben Schildern mit Hinweisen auf die Überwachung, kommt zur Wahrung des Datenschutzes außerdem spezielle Software zum Einsatz. Diese Software macht Gesichter unkenntlich durch Verpixelung. So erhalten Sie DSVGO konforme Zeitraffer-Videos und sind rechtlich auf der sicheren Seite.